KEA NEWS AUGUST 2021

Die KEA-News ist ein Newsletter des KEA RHK.
Hier wird regelmäßig über unsere Arbeit und über Themen rund um Kita berichtet. Termine, Inhalte verschiedener Sitzungen, Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.

Der Newsletter dient der Information und Vernetzung aller KiTa-Akteure. Er ist also an alle Eltern, Träger, Kita-Mitarbeiter und sonstige Interessierte gerich

Inhalte dieser Ausgabe

  • Good Practice:
    • Kita-Alterkülz – Zusammenarbeit trotz größter Herausforderungen
    • Wer ist der Wichtigste am Tisch?
  • Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes
    • Kita-Beirat: Zeitplan
  • Neues aus der KiTa-Landschaft
    • Studie: Verletzendes Verhalten in Kitas
    • Die Bundestagswahl und die Kitas
  • Fachartikel unserer Netzwerkpartner
    • Kultur macht stark
    • Kunstfähre
  • Eltern fragen nach
    • Rätsel um T

Termine/Save the date:

09.09.2021 – Kreisübergreifende Informationsveranstaltung: “7 Stunden in 7 Jahren – KiTa-Zukunftsgesetz und was jetzt?” 20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

16.09.2021 – öffentliche KEA-Sitzung 19:30 Uhr, Online-Veranstaltung

29.09.2021 – 9. Sitzung des Jugendhilfeausschusses ab 14:30 Uhr

Seien auch Sie dabei: Mitreden. Mitwirken. Mitgestalten.

Good Practice

Hier werden gelungene Beispiele aus der Kita-Praxis vorgestellt.

Damit soll zum einen derEinsatz von Kitas, Elternausschüssen oder Trägern gewürdigt werden, zum anderen können diese Beispiele auch als Anregung für andere dienen.
Jede Verantwortungsgemeinschaft findet eigene Lösungen, die zu ihrer Kita passen. Gerne nehmen wir dazu Meldungen aus den Kitas entgegen.

Kita-Alterkülz – Zusammenarbeit trotz größter Herausforderungen

Kita-Betrieb in der Pandemie und die parallele Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes belasten derzeit alle Kitas im Rhein-Hunsrück-Kreis und in ganz Rheinland-Pfalz. In der Kita Alterkülz kamen noch einige Belastungsfaktoren dazu: Das Gebäude entspricht nicht mehr den Vorgaben des Gesetzgebers. Die beteiligten Ortsgemeinden haben sich – jeder aus gutem Grund – entschieden neue Wege zu gehen. Eine neue Leitung wurde gleich zu Beginn mit all diesen Herausforderungen konfrontiert. Der Elternausschuss bemühte sich nach Kräften seinen Aufgaben gerecht zu werden, sah sich jedoch oft einer Gleichung mit
zahlreichen Unbekannten ausgesetzt.
Trotz unterschiedlicher Perspektiven und Herangehensweisen haben die Mitglieder der Verantwortungsgemeinschaft es geschafft, sich gemeinsam auf den Weg zu machen.

Der starke Wunsch etwas für unsere Kinder zu erreichen war und ist bei allen klar zu erkennen.

Hilfe von Netzwerkpartnern – wie der Verbandsgemeinde, dem Kreisjugendamt und dem
Kreiselternausschuss – wurde aktiv gesucht und angenommen. In einer großen Elternversammlung im Juli wurden die Sorgen und Nöte, die Sachlage und die anstehenden Herausforderungen zusammengetragen und transparent gemacht. Aus dieser Versammlung gingen zahlreiche Ideen und Perspektiven hervor. Gemeinsame Jour fixe der Verantwortungsgemeinschaft wurden geplant.
Natürlich haben sich die Herausforderungen nun nicht plötzlich in Luft aufgelöst. Das gemeinsame und transparente Wirken der Kita-Akteure, die Bereitschaft – trotz eventueller Spannungen und Meinungsverschiedenheiten – einen gemeinsamen Weg zu beschreiten: Das ist es, was die Verantwortungsgemeinschaft Kita ausmacht.
Wir freuen uns sehr, dass wir als Kreiselternausschuss in den Prozess eingebunden wurden. Dabei wurden wir – genau wie es unser Anliegen ist – von allen Beteiligten ins Vertrauen gezogen. Als Vertreter der Elternschaft ist es unsere primäre Intention, eine gute Lösung für die gesamte Kita zu finden. Dies entspricht dem Interesse der Elternschaft, die vor allem das beste für ihre Kinder erreichen möchte. Hier liegt immer die Schnittmenge aller Kita-Akteure.
Wir halten das Beispiel von Alterkülz für ein gelungenes Beispiel dafür, dass auch große Herausforderungen – bei entsprechender Offenheit – gemeinsam gemeistert werden können. Entscheidend ist, dass alle den Mut aufbringen sich zu öffnen und neue Wege in Betracht zu ziehen.

Wir möchten uns hier ausdrücklich bei den Akteuren der Kita-Alterkülz bedanken
und freuen uns auf den weiteren, gemeinsamen Weg.

Der KEA RHK berät und unterstützt alle Eltern und Elternausschüsse. Er ist Ansprechpartner für alle Kita-Akteure und bietet kostenlose Schulungen rund um Kita-Themen an.

Wer ist der Wichtigste am Tisch?

Sehr gerne bringen wir in dieser Kategorie Beispiele, die wir in den Kitas (mit-)erleben dürfen. Oft stammen die Ideen von Elternausschüssen oder Kita-Leitungen.
Wir freuen uns hier einen Gastbeitrag einer Netzwerkpartnerin bringen zu dürfen, der mitten aus dem Leben gegriffen ist.

Ein Beitrag von Claudia Theobald

Im Rahmen einer ganzheitlichen Erziehung ist die Vermittlung von Werten und Haltungen ein Aspekt der frühkindlichen Bildung. Ich arbeite in einer katholischen Kindertagesstätte, in der religionspädagogisches Arbeiten ein Teil der Konzeption ist.
Wir sind immer wieder erstaunt, welche existenziellen Fragen und Überlegungen, wie das Miteinander in Familie und KiTa gestaltet werden soll, die Kinder bewegen. Interessant sind auch die Gedankengänge der Kinder und welche Schlüsse und Querverbindungen sie ziehen. Beim Theologisieren und Philosophieren miteinander vermeiden wir vorgefertigte Antworten. Wir greifen Fragen auf, stellen Bezüge zu der Lebenswelt der Kinder her und suchen gemeinsam nach Antworten.

Hier ein Beispiel aus unserem Alltag:
Wir haben gerade mit dem Mittagessen begonnen. Anton(5 Jahre) geht es heute nicht schnell genug. Lautstark fordert er ein, dass er sich von allem zuerst nehmen darf und die anderen gefälligst zu warten haben. Ich interveniere und stelle die Frage: „Kinder, was denkt ihr, wer ist hier der Wichtigste bei uns am Tisch?“
Für Anton ist die Sache zunächst klar. „Ich bin der Wichtigste“ ruft er unüberhörbar. Die anderen Kinder sind nicht seiner Meinung und bringen deutlich zum Ausdruck, dass sie keinen Grund dafür sehen, dass Anton Privilegien zugestanden werden. Ich frage noch einmal: „Wer ist denn dann der Wichtigste an unserem Tisch?“ Marie(5 Jahre), die meist sehr auf Harmonie bedacht ist, sagt: „Die Erzieherinnen sind am wichtigsten. Du (Frau Theobald) bist die Wichtigste.“ Ich muss schmunzeln und erkläre, dass die Erzieherinnen zwar für die Kinder da sind und viele Entscheidungen treffen, aber nicht wichtiger als die
Kinder sind.
Nun meldet sich wieder Anton zu Wort, der über das Ganze nachgedacht hat. „Frau Theobald ich weiß schon, du hast uns doch die Jesusgeschichte erzählt. Da haben die Männer auch gedacht, sie wären die Wichtigsten und Jesus hat die Frauen und Kinder zu sich gerufen und gesagt, dass alle gleich wichtig sind und dass die Kinder auch wichtig sind.“ (Ich hatte die biblische Geschichte der Kindersegnung erzählt). Alle am Tisch stimmen Anton zu. Jeder ist gleich wichtig und deshalb muss jeder warten, bis er die
Schüssel gereicht bekommt. Auch Anton schafft es jetzt abzuwarten, bis er an der Reihe ist.

*Namen der Kinder geändert

Claudia Theobald
Frau Theobald ist Erzieherin und Qualitätsbeauftragte ihrer Kita. Sie ist auch Kita-Aktivistin und als solche Vorsitzende und Schriftführerin des Kitafachkräfteverband RLP.
Weitere Informationen zu Frau Theobald und dem Verband gibt es hier: https://kitafachkraefteverband-rlp.de/

Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes
Kita-Beirat: Zeitplan

Mit dem neuen KiTa-Gesetz wurde auch ein neues Gremium eingeführt: Der Kita-Beirat. Ab Dezember soll er zum ersten Mal tagen. Schon jetzt laufen in den Kitas die Vorbereitungen dafür.

Was ist der Kita-Beirat überhaupt?

Der Kita-Beirat ist eine Verantwortungsgemeinschaft. Hier bekommen neben Träger, Leitung und Elternausschuss auch die pädagogischen Fachkräfte eine eigene Stimme. Einbringen und Berücksichtigen der Kinderperspektive sind verbindlich vorgeschrieben. Jede einzelne Kita soll nicht nur für, sondern MIT allen Kita-Akteuren entwickelt werden. Verantwortungsträger sollten nicht vor bereits entwickelte Konzepte „gestellt“ werden, sondern aktiv an der Entwicklung beteiligt sein. Dazu bedarf es eines Ortes der Beratung
und des Diskurses. Einen Ort der Konsenssuche. Unterschiedliche Interessenlagen, Konflikte und Diskussionsbedarfe gehören hier natürlicherweise dazu.
Bereits bestehende Strukturen, wie die Teamsitzungen des Fachpersonals oder der Elternausschuss, sind u.a. wichtig, um die Sitzungen des Beirates vorzubereiten und die Beschlüsse im Nachgang umzusetzen und zu evaluieren. Natürlich werden in diesen Strukturen auch weiterhin Themen bearbeitet, die unabhängig vom Beirat sind.

Der Kita-Beirat ist ein Ort gelebter Partizipation.

Es gibt einen Zeitplan

Bevor im Dezember die erste Sitzung des Kita-Beirates stattfinden kann, fällt in jeder Kita noch einiges an Vorbereitungen an. In der Handreichung zum Kita-Beirat wird daher ein beispielhafter Zeitplan vorgestellt.

Ab Juli 2021:
– Anpassung der Kita-Konzeption an § 7 KiTaG,
– die Rolle der FaKiP vorbereiten,
– Infoschreiben für die Eltern & Fachkräfte verfassen.

August – November 2021:
– Infotreffen für den Elternausschuss & die pädagogischen Fachkräfte organisieren,
– Treffen der Vertretungsgruppen & Entsendung der Mitglieder in den Kita-Beirat.

Ab Dezember 2021:
– Organisation der 1. Kita-Beiratssitzung,
– Reflexion & Evaluation

Weitere Details zum Zeitplan finden Sie in der Handreichung Kita-Beirat (Seite 16).

Den Beirat mit Leben füllen

Ob das neue Gremium für die einzelne Kita Sinn macht – oder nicht – hängt davon ab, wie die Kita-Akteure vor Ort mit dieser Chance umgehen. Eine kooperative Haltung aller Beteiligten kann hier (weiter-)entwickelt werden, um gemeinsam die besten Voraussetzungen für unsere Kinder zu schaffen.
Die Kita soll als Ganzes in den Blick genommen werden. Strukturelle Aspekte der Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsarbeit sollen weiterentwickelt werden. Ein reines Abarbeiten der Pflichttermine mit Kampfabstimmungen würde dem Geist des Beirates natürlich den Gar ausmachen.

Wie laufen die Vorbereitungen für den Kita-Beirat in Ihrer Kita ab?
Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Fragen mit uns unter: kontakt@kea-rhk.de

Neues aus der KiTa-Landschaft
Studie: Verletzendes Verhalten in Kitas

Eine Explorationsstudie zu Formen, Umgangsformen, Ursachen und Handlungserfordernissen aus der Perspektive der Fachkräfte.
Studierende kindheitspädagogischer Studiengänge der Hochschule Koblenz wurden zu ihren Erfahrungen in der Praxis befragt. Die Studie wurde im Juli 2021 veröffentlicht.

Interaktions- und Beziehungsgestaltung ist das „Kerngeschäft“ jeder Kita-Fachkraft. Das ist die Basis für alle Angebote, darum geht es jeden Tag. Sie erfordert einen feinfühligen Umgang mit den Kindern und ihren Familien. Die meisten Eltern vertrauen darauf, dass dieser Anspruch selbstverständlich so umgesetzt wird. Aber immer mehr Fachkräfte schlagen Alarm:
Die derzeitige Personalsituation in deutschen Kindertageseinrichtungen ist äußerst
besorgniserregend.
“ heißt es in Kapitel 1 der Studie. Es geht um einen Mangel an gut ausgebildetem Personal, die Fachkraft-Kind-Relation und um die vielfältige gesundheitliche Belastung von Fachkräften in den Kitas (ganz unabhängig von Corona).
Die Teilnehmer*innen der Studie berichteten eindrücklich von einer großen Bandbreite verletzender Verhaltensweisen, die oftmals sehr subtil und kaum merkbar begönnen, die sich aber soweit steigern könnten, dass Kindern Angst gemacht und ihr Wille und ihre Würde gebrochen würden.

Die aktuellen Arbeitsbedingungen für die Fachkräfte in den Kitas erschweren zunehmend einen feinfühligen Umgang mit Kindern und begünstigen verletzendes Verhalten.

In der Studie werden vier Fragenkomplexe beleuchtet:
– Welche Formen des verletzenden Verhaltens werden in Kindertageseinrichtungen von den pädagogischen Fachkräften beobachtet oder womöglich sogar selbst ausgeübt?
– Wie gehen Fachkräfte damit um, wenn sie verletzende Verhaltensweisen befürchten, beobachten oder sogar selbst ausüben?
– Welches sind, nach Meinung der Fachkräfte, mögliche Ursachen für verletzendes Verhalten?
– Welche Formen der Unterstützung wären in den Augen der Fachkräfte hilfreich, um verletzende Verhaltensweisen verhindern zu können?

Formen von verletzendem Verhalten

In der Studie werden Mikrogewalt, Makrogewalt und Spiralgewalt voneinander
unterschieden.

Mikrogewalt ist die häufigste Form der Gewalt. Das sind eher unterschwellige Übergriffe,
die verbal vorführen, beschämen und diskriminieren. Es geht dabei auch um Unterlassung.
Diese Form der Gewalt ist gesellschaftlich oft anerkannt und wird daher verharmlost.

Makrogewalt ist deutlich nach außen sichtbar. Sie dient sehr oft der „Herstellung von Ordnung“ bzw. dem „Einhalten von Regeln“. Sie zeigt sich als Kampf und Machtdemonstration, insbesondere in Situationen, die die Grundbedürfnisse der Kinder betreffen, z.B. in der Essenssituation.

Spiralgewalt meint die Eskalation von Mikro- zu Makrogewalt. Im Gegensatz zur reinen Makrogewalt geht es hier zunächst nicht um das Ausleben von Macht. Am Beginn steht eher eine Hilflosigkeit der Fachkraft, die irgendwann die Frustrationstoleranzschwelle überschreitet.

Das Thema Kinderrechte in der Kita und Adultismus beschäftigt den KEA RHK immer wieder. Wir bilden uns gezielt in diesem Bereich weiter, um den gesteigerten Rückmeldungen diesbezüglich professionell begegnen zu können.

Einen Artikel zur Studie finden Sie hier: Studie über verletzendes Verhalten in
Kindertagesstätten – Die Fachseite für Erzieher/innen

Kaufen können Sie die Studie hier: Verletzendes Verhalten in Kitas

Umgang der Fachkräfte mit verletzendem Verhalten

In der Studie wurden fünf Verhaltensweisen der Fachkräfte benannt.

Drei Affen
Bei verletzendem Verhalten wird weggesehen, weggehört und geschwiegen.

Forcieren und Bestätigen
Verletzendes Verhalten wird unterstützt und für richtig gehalten.

Zeitnahe Ansprache
Hier geht es um „das mutige, verantwortungsvolle und selbstbewusste Handeln einzelner Fachkräfte, die als Einzelkämpfer*innen verletzendes Verhalten beobachten, reflektieren und ansprechen, um Kinder zu schützen.“

Aufarbeitung im Team
Intensivere Auseinandersetzung mit verletzenden Verhaltensweisen, die ggf. in weitere Konsequenzen münden.

Eigene Wege
Alleiniges Handeln einzelner Fachkräfte, z.B. Dokumentation der Vorfälle oder Kündigung.

Mögliche Ursachen für verletzendes Verhalten

In der Studie wurden sechs mögliche Ursachen herausgearbeitet.

Sie kennt es nicht anders
Mangelnde Biographiearbeit und geringe Frustrationstoleranz.

Der fehlt es an …
Fachliche Defizite und mangelndes Einfühlungsvermögen.

Machtverhältnisse für sich nutzen
Adultismus, sich das Recht zur Machtausübung nehmen und das als richtig erachten.

Immer die Gleichen
Es sind immer die gleichen Fachkräfte, die verletzendes Verhalten ausüben, Kinder
die betroffen sind, Fachkräfte die nichts dagegen tun.

Durch den ganzen Stress
Prekäre Arbeitsbedingungen der Fachkräfte.

Aufbewahrungsanstalt
Umfasst mangelnde Qualität der Leitung, des Teams oder der Rahmenbedingungen.

Handlungserfordernisse, um verletzende Verhaltensweisen zu verhindern

In der Studie wurden vier Kategorien für Formen der Unterstützung genannt.

Kultur der gegenseitigen Rückmeldung und Unterstützung
Die Kolleg*innen sollen durch die Ansprache gestoppt, aber nicht beschämt werden.

Wege der Entlastung
Supervision, mehr Personal, kleinere Gruppen, Organisationsentwicklung, Entwicklung von Schutzkonzepten usw.

Kinder stärken
Umsetzung der Kinderrechte, Beschwerdestelle, Partizipation usw.

Bildung
Üben von Selbstreflexion als Teil der Ausbildung und als kontinuierliche Weiterschulung.

„Uns haben die Schilderungen der Befragten selbst sehr betroffen gemacht. Dieser Diskurs über verletzendes Verhalten gegenüber Kindern wird wehtun und nicht einfach sein. Aber es gilt ihn zu führen, um Kindern ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen.“ (Autorinnen der Studie)

Neues aus der KiTa-Landschaft
Die Bundestagswahl und die Kitas

Am 26.09.2021 sind Bundestagswahlen. Wahlen, die auch für die Kitas relevant sind. Die Bundeselternvertretung (BEVKi) ist schon seit Monaten aktiv, um sich bei den großen Parteien für das Thema Kita stark zu machen: Unter anderem wurden Wahlprüfsteine formuliert und eine Podiumsdiskussion mit Politiker*innen der Bundestagsfraktionen
veranstaltet (Wir haben in der Juli Ausgabe der KEA News davon berichtet).
Damit ist das Engagement der BEVKi aber noch nicht beendet.

8 Fragen der BEVKi an die Bundestags-Fraktionen

Die BEVKi hat konkrete Fragen zur Kita-Politik formuliert und an die Fraktionen im Bundestag versendet. Die Fraktionen sind: CDU/CSU, SPD, AfD, FDP, Linke und Grüne. Alle Parteien haben schriftlich geantwortet.

Die Fragen drehten sich um:

  1. das Bundesqualitätsgesetz,
  2. den Ausbau der Kitaplätze,
  3. Inklusion,
  4. Fachkräftemangel,
  5. Gebührenfreiheit,
  6. Gesunde Ernährung,
  7. Erziehungspartnerschaft,
  8. Wunsch- und Wahlrecht

Die vollständigen Fragen und die Antworten der Parteien finden Sie hier.

Was hat die Bundestagswahl mit meiner Kita zu tun?

Kitas sind Ländersache. Das geht aus Artikel 30 des Grundgesetzes hervor und bedeutet, dass die Bundesländer selbst für die Gesetzgebung zuständig sind. Das ist grundsätzlich eine gute Sache, weil so viel besser auf die Gegebenheiten und Bedarfe vor Ort eingegangen werden kann. Es heißt aber auch, dass die Kosten zunächst mal bei den Ländern liegen.
Trotzdem gibt es bereits jetzt bundeseinheitliche Vorgaben. So müssen sich alle Landesgesetze für die Kitas nach dem Sozialgesetzbuch 8 (SGB 8) des Bundes richten. Bundeseinheitlich sollten auch gewisse Qualitätsstandards geregelt werden und zwar inklusive einer verbindlichen Kostenbeteiligung des Bundes, so die Forderung zahlreicher Akteure der Kita-Landschaft. Der Bund soll demnach per Gesetz strukturelle Standards für die Kindertagesbetreuung festlegen, die länderübergreifend umgesetzt werden müssen. Nur so ist es möglich, dass nicht länger die Finanzkraft der Kommunen ein maßgeblicher Faktor für ein chancengerechtes Aufwachsen unserer Kinder ist.

Der Rahmen für jede einzelne Kita – Personalschlüssel, Qualitätsniveau der pädagogischen Fachkräfte, räumliche Voraussetzungen usw. – wird also auch durch die Bundespolitik beeinflusst. Für uns Eltern geht es dabei nicht mal primär darum welche Partei wir wählen, sondern darum, dass wir deutlich machen, dass dieses Thema für uns – als riesige Wählergruppe – wirklich relevant ist.
Das können wir tun, indem wir unsere Mitwirkungsrechte in der Kita-Welt kennen und aktiv nutzen.

Nur dann, wenn sich Eltern – öffentlich und zahlreich – für Kitas stark machen, wird dieses Thema wichtig genug werden, damit das notwendige Geld in die Hand genommen wird.

Informationen darüber welcher Optimierungsbedarf – aus Sicht der Fachkräfte, basierend auf offiziellen Empfehlungen und Expertisen – für unsere Kitas besteht, finden Sie hier.

Fachartikel unserer Netzwerkpartner
Kultur macht stark

Unter dem Dach Servicestelle Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz sind die Projekte

Service
  • Beratungsstelle „Kultur macht stark“,
  • KUNSTFÄHRE – Kulturagentur TUFA und
  • KUNSTJOLLE – Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung“ vereinigt.

Diese Projekte möchten wir Ihnen im Rahmen einer Serie in den KEA News vorstellen. Teil I erschien in der Juli Ausgabe der KEA News.

Beratungsstelle „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung RLP“
Ein Beitrag der Servicestelle Kulturelle Bildung

Mit dem Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seit 2013 bundesweit Maßnahmen Kultureller Bildung.

Mit der Förderung der Bildungsbündnisse verfolgt das BMBF vier Ziele:

  • Wesentlich ist die Eröffnung neuer Bildungschancen – vor allem für Kinder und Jugendliche, die in einer finanziellen, sozialen oder bildungsbezogenen Risikolage aufwachsen.
  • Zugleich sollen die Bündnisse die gesamtgesellschaftliche Verantwortung für die Zukunft junger Menschen aktivieren.
  • Eine tragfähige Vernetzung unterschiedlicher Bildungsakteur*innen auf lokaler Ebene, möglichst nah an den Kindern und Jugendlichen, zu fördern, ist ein weiteres Ziel.
  • Und nicht zuletzt geht es darum, Kulturelle Bildung in die Breite zu tragen – genau zu den Kindern, die bislang am weitesten von ihr entfernt sind.

Es gab bisher zwei Förderphasen – 2013 bis 2017 und 2018 bis 2022 – in denen mehr als eine Million Kinder und Jugendliche mit „Kultur macht stark“-Angeboten in Berührung kamen.

Ganz aktuell hat die Bundesregierung beschlossen, das sehr erfolgreiche Programm auch in einer dritten Förderphase zwischen 2023 und 2027 zu finanzieren.

Mit dem Start der zweiten Förderphase des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ von 2018 bis 2022 wurde in Trier eine Beratungsstelle eingerichtet, die landesweit über Möglichkeiten und Modalitäten des Bundesprogramms informiert, berät und mobilisiert.

Wir möchten Sie in der Konzeption ihrer Projekte und in der Suche nach einer passenden Förderung unterstützen und begleiten.

Wir informieren und beraten verbandsübergreifend Kultureinrichtungen und Initiativen, Schulen, Kitas, Jugendzentren und andere Interessierte rund um das Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“. Mehrmals im Jahr finden hierzu Infoveranstaltungen, Netzwerk- und Austauschtreffen in verschiedenen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz oder auch digital statt.

Fachartikel unserer Netzwerkpartner
„Klanggarten – DIGITAL!“

Kulturelle Bildung in der Pandemie
Ein Beitrag der Servicestelle Kulturelle Bildung

Im Projekt „Klanggarten – DIGITAL!“ tauchten Kita-Kinder drei Monate lang gemeinsam mit dem SaRu-Percussion-Duo in die Welt der Percussion ein. Sie lernten professionelle Instrumente kennen, bauten eigene Instrumente, die sie mithilfe der Erzieher*innen in der Kita künstlerisch gestalteten, sie studierten Rhythmen ein, begaben sich auf Klangrecherche in ihrem Umfeld und setzten gemeinsam mit einer Tänzerin Klänge in Bewegung um.

Foto: SaRu-Percussion-Duo

Das Besondere an dem Projekt: Es fand zum großen Teil mithilfe digitaler Medien statt und konnte so in Zeiten stark eingeschränkter Möglichkeiten für die Kulturelle Bildung im Sommer 2020 ein hochwertiges Kulturprojekt mit Kita-Kindern stattfinden lassen. Finanziert wurde das Projekt durch den Bundesmusikverband Chor und Orchester e.V. im Rahmen des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark“.

Das Programm sieht vor, dass sich zur Antragsstellung und Projektdurchführung mindestens drei Partner auf lokaler oder regionaler Ebene zu einem Bündnis zusammenschließen. Im Falle von „Klanggarten – DIGITAL!“ waren das die „KUNSTJOLLE – Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung“ und zwei Kindertagesstätten in Trier-Süd.

Foto: SaRu-Percussion-Duo

Percussion bedeutet so viel wie „Schlagen“ oder „Takt“. Es geht hier um alle Instrumente, die geschlagen oder geschüttelt werden, um Geräusche zu erzeugen.

Weitere Informationen zum SaRu-Percussion-Duo gibt es hier: SaRu Percussion-Duo

Gefördert durch die Mittel aus „Kultur macht stark“ konzipierte und realisierte das durchführende Künstlerpaar in enger Absprache mit den Kitas und den Mitarbeiterinnen der KUNSTJOLLE acht Videotutorials, die kindgerecht und ästhetisch anspruchsvoll die Themen des Projektes vermittelten und die Kinder vor Ort zum kreativen Tun anregten.

Die eigentliche kreative und partizipative Tätigkeit fand also ganz analog und eng begleitet durch das KitaFachpersonal in den Einrichtungen statt. Dabei hatten die Erzieherinnen die zusätzliche Aufgabe, alle Arbeitsschritte des Projektes in Form von Bild- und Tonaufnahmen zu dokumentieren und das Material an die Künstlerinnen weiterzuleiten. Die Arbeitsergebnisse der Kinder konnten auf diesem Wege immer wieder in die nächsten Videos einfließen. Ergänzt wurde das Projekt durch eine Live-Videokonferenz der Kinder mit den Künstler*innen, in der sie gemeinsam Rhythmen ausprobierten und die entstandenen Selbstbau-Instrumente miteinander zum Klingen brachten. Den Abschluss bildete ein neuntes Video, das noch einmal alle Schritte des Projektes und insbesondere die Arbeitsergebnisse der Kinder abbildete.

Foto: SaRu-Percussion-Duo

Das Projekt „Klanggarten – DIGITAL!“, entstanden im Lockdown und motiviert durch das Bedürfnis, Kindern auch in schwierigen Zeiten hochwertige Angebote der Kulturellen Bildung machen zu können, hat sich so positiv entwickelt, dass es seine Gültigkeit auch über die Pandemie hinaus behalten hat und als Modellprojekt weiterhin mit Kitas durchgeführt wird.

Interessierte Einrichtungen können sich das Projekt in der Datenbank kubi#digital auf der Seite www.skubi.com ansehen und Kontakt mit der KUNSTJOLLE aufnehmen.

Eltern fragen den KEA

Wir freuen uns, dass sich inzwischen immer mehr Eltern und auch andere Kita-Akteure vertrauensvoll an den KEA wenden. Der Wunsch mehr über die Kita-Landschaft zu erfahren ist da. In dieser Kategorie/Rubrik beantworten wir Fragen, die uns häufig gestellt werden.

Rätsel um T

Das neue KiTa-Gesetz gibt uns allen neben den Chancen und Herausforderungen auch viele Rätsel auf. Die meisten Rätsel werden sich in einem gemeinsamen partizipativen Prozess in den Kitas vor Ort klären. So oder so. Aber eines begleitet und beschäftigt uns alle hartnäckig und das ist das Rätsel um T.

Das neue KiTa-Gesetz wird mit einem großen T geschrieben. Aber wieso ist das so? Muss jetzt jede Kita mit einem großen T geschrieben werden? Und was ist eigentlich mit dem „guten, alten“ Kindergarten?

Ja, es gibt mit Sicherheit bedeutsamere Fragen zu klären. Trotzdem bleibt diese – wie wir aus zahlreichen Rückfragen wissen – im Gedächtnis hängen. Wie ein Name der einem auf der Zunge liegt, aber partout nicht herauswill. Wir haben uns also auf Ursachenforschung begeben, um das Rätsel um T ein für alle Mal zu lösen.

„Kita“ war bisher stets die Abkürzung für Kindertagesstätte. Das neue Gesetz spricht nun aber von Kindertageseinrichtungen. Die Abkürzung Kita bleibt.

Je nach Alter der Kinder gibt (oder gab) es verschiedene allgemeine Erziehungs- und Bildungseinrichtungen.

Krippe: Kinder im U3-Alter

Kindergarten: vorwiegend Kinder im Ü3-Alter bis zum Schuleintritt

Hort: Tageseinrichtung für Schulkinde

Sie alle fielen unter den Begriff Kindertagesstätte (Kita).

Im KiTa-Gesetz kommen diese Begriffe nicht mehr vor. Sie werden alle unter Kindertageseinrichtung (Kita) zusammengefasst.

Die Kindertagesstätte – jetzt Kindertageseinrichtung – ist aber nicht die einzige Form der Betreuung, die wir für unsere Kinder wählen können. Die Kindertagespflege – auch unter dem Begriff „Tagesmütter“ oder „Tagesväter“ bekannt – wird immer wichtiger für die Betreuung unserer Kinder. Für die Abdeckung der Randzeiten, für die noch sehr kleinen Kinder und weil sie das große T beisteuert.

Kindertageseinrichtung + Tagespflege = Kindertagesbetreuung (KiTa)

Beispiele für KiTa:

  • KiTa-Gesetz
  • kreisweite KiTa-AG
  • KiTa-Akteure (wenn es auch um die Tagespflege geht)
  • KiTa-Bedarfsplanung

Beispiele für Kita:

  • Kita-Beirat
  • Eigenname der Kita
  • Kita-Konzeption
  • Kita-Sozialarbeit
  • Kita-Akteure (ohne Tagespflege)

Nachfragen ist ein Zeichen für Interesse. Wir freuen uns über alle Fragen von Eltern und anderen KiTa-Akteuren.

KEA RHK berät und unterstützt

Elternmitwirkung ist eine wichtige Grundlage für das Funktionieren einer Kita. Mit dem neuen KiTa-Gesetz erhöht sich die Bedeutung der Elternmitwirkung noch einmal deutlich. Der KEA RHK unterstütz und begleitet Eltern und Elternvertretungen beim Übergang in das neue System.

Der KEA vertritt die Interessen der Kinder und deren Eltern in den Kitas im RHK. Er ist bestrebt den Standard der Kitas zu sichern und zu verbessern. Der KEA ist Ansprechpartner und Vermittler zwischen den Behörden (z.B. Kreisverwaltung), den unterschiedlichen Trägern der Kindertagesstätten, deren Leitung und den Eltern. Der KEA informiert Eltern und andere Kita-Akteure über einen Verteiler und steht über KEA-Delegierte mit den Elternausschüssen in Kontakt. Der KEA ist erreichbar über: kontakt@kea-rhk.de

Potenziale – Schwächen – Missverständnisse

An der kreisübergreifenden Umfrage zu den Auswirkungen des neuen KiTa-Gesetzes der Kreiselternausschüsse Rhein-Hunsrück-Kreis (RHK), Bad Dürkheim (DÜW), Germersheim (GER) und Südliche Weinstraße (SÜW) haben bereits nahezu 1.000 Eltern und Kita-Vertreter*innen teilgenommen.

Durch die hohe Beteiligung, leider sind die konfessionellen Kitas verhältnismäßig unterrepräsentiert, wurde eines klar: Das neue KiTa-Gesetz birgt ein großes Potential für alle Akteure der Kita-Landschaft, jedoch nur, wenn die sogenannte „Verantwortungsgemeinschaft“ funktioniert. Doch dies scheint längst nicht überall der Fall zu sein, da sich durchweg bei allen Kita-Akteuren widersprüchliche Informationsstände zeigen.

Anhand der Umfrageergebnisse sollen Lösungsansätze entwickelt werden, wie die anstehenden und zukünftigen Aufgaben auf Basis einer guten und engen Zusammenarbeit zwischen allen Kita-Akteuren bewältigt werden können. In diesem Punkt konnten bereits deutliche Potenziale definiert werden.

Bei einer kreisübergreifenden Online-Infoveranstaltung am 9. September 2021, um 20.00 Uhr unter dem Titel „7 Stunden in 7 Jahren – KiTa-Zukunftsgesetz und was jetzt?“ werden die Ergebnisse vorgestellt sowie vertieft. Die Kreiselternausschüsse möchten daher Eltern, Elternvertreter*innen, Kita-Vertreter*innen und Verantwortliche der Verwaltungen aller Träger gleichermaßen ermutigen, sich zur Veranstaltung unter kea-rhk.de/veranstaltungen anzumelden.

Die Umfrage bleibt weiterhin für die Teilnahme unter kea-rhk.de/umfrage offen. Gerne steht der KEA RHK für Anmerkungen und Rückfragen im Vorfeld der Veranstaltung unter kontakt@kea-rhk.de zur Verfügung.

7 Stunden in 7 Jahren – KiTa-Zukunftsgesetz und was jetzt?

Das seit 1. Juli 2021 geltende neue KiTa-Gesetz bringt neben positiven Aspekten wie der durchgängigen Betreuung von sieben Stunden inkl. Mittagessen vor Ort auch große Herausforderungen mit sich.

Um ein breites Meinungsbild zu erhalten, ruft der Kreiselternausschuss Rhein-Hunsrück (KEA RHK) – gemeinsam mit den KEAs Germersheim, Bad Dürkheim und Südliche Weinstraße – zu einer kreisübergreifenden Umfrage auf. Ziel ist es, anhand der Ergebnisse, die Pros und Kontras der Änderungen durch das neue Gesetz aus Sicht von Eltern sowie sonstiger Kita-Akteure zu ermitteln. Bei einem kreisübergreifenden Online-Abend am 9. September 2021 (Anmeldung unter kea-rhk.de/veranstaltungen ) werden die Ergebnisse vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Der KEA RHK möchten Eltern, Elternvertreter*innen, Kita-Leitungen, Erzieher*innen sowie Träger*innen bitten, 10 Minuten ihrer Zeit zu investieren und an der Befragung unter kea-rhk.de/umfrage teilzunehmen.

Lokale Probleme sollen definiert und diskutiert werden, damit ein bestmögliches Ergebnis ohne Überforderung aller Beteiligten erzielt wird. Hierbei spielt die Elternmitwirkung bei der Umsetzung des KiTaG eine elementare Rolle.

Gerne steht der KEA RHK für Anmerkungen und Rückfragen unter kontakt@kea-rhk.de zur Verfügung.

Mitreden, Mitwirken, Mitgestalten

Eltern gehören zur Verantwortungsgemeinschaft, die Erziehung, Bildung und Betreuung der Kinder in den Kitas gestaltet. Elternmitwirkung findet auf vielen Ebenen statt und ist eine Voraussetzung für das Funktionieren des Systems Kita.

Wir suchen Eltern die aktiv werden wollen: für ihre Kinder, für ihre Kita. Engagieren Sie sich in Ihrem Elternausschuss oder im Kreiselternausschuss. Wir stehen Ihnen als erfahrene Ansprechpartner und Berater zur Seite. Schnuppern Sie schon jetzt unverbindlich rein! Lesen Sie die Elternmitwirkungsbroschüre unter: www.lea-rlp.de/elternmitwirkungsbroschuere. Abonnieren Sie unseren Newsletter: kontakt@kea-rhk.de. Gerne beantworten wir alle Fragen, die Sie zur Elternmitwirkung haben. Wir freuen uns auf Sie!

Website für den KEA RHK mitgestalten

Transparenz, Informationsaustausch und Partizipation sind wichtige Grundsätze des KEA. Das soll auch für die Website gelebt werden.

Die Eltern im RHK – und alle unsere Netzwerkpartner – sind daher herzlich eigeladen, sich aktiv an der Gestaltung der Website zu beteiligen:

Welche Inhalte soll die Website enthalten?
Haben sich vielleicht Fehler eingeschlichen?
Möchte sich ein Kind mit einem Kunstwerk auf der Website verewigen?
Welche Themen sollen aufgegriffen werden?

Nehmen Sie gerne Kontakt zum KEA auf: kontakt@kea-rhk.de.
Nutzen Sie Ihre Möglichkeit mitzuwirken und Ihren KEA mitzugestalten.

KEA NEWS JULI 2021

Hier können Sie sich den NEWSLETTER auch als PDF downloaden.

Die KEA-News ist ein Newsletter des KEA RHK.

Hier wird regelmäßig über unsere Arbeit und über Themen rund um Kita berichtet. Termine, Inhalte verschiedener Sitzungen, Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten werden aufgezeigt. Der Newsletter dient der Information und Vernetzung aller Kita-Akteure.

Er ist also an alle Eltern, Träger, Kita-Mitarbeiter und sonstige Interessierte gerichtet.

Inhalte dieser Ausgabe

  • Good Practice: Kreisübergreifende Zusammenarbeit
  • Neues aus der KiTa-Landschaft
    • Bildungsfrühstück-Elternbeteiligung in der Kita
    • Podiumsdiskussion der LEA Rheinland-Pfalz
    • Netzwerktreffen „Kultur macht stark“
  • Strukturen der KiTa-Landschaft
    • Kitas mit Plus: Kita-Sozialarbeit
  • Fachartikel unserer Netzwerkpartner
    • Kulturelle Bildung
  • Gemischtwaren
    • Fachtag „Bildungsort Esstisch“ im November – Save the Date
    • Podiumsdiskussion der BEVKi zur Bundestagswahl 2021
    • Wahlprüfsteine der BEVKi

Termine/Save the date:

09.09. 2021 – Kreisübergreifende Informationsveranstaltung:
“7 Stunden in 7 Jahren – KiTa-Zukunftsgesetz und was jetzt?”
20:00 Uhr, Online-Veranstaltung

18.11.2021 – Online-Fachtag „Bildungsort Esstisch“

Die Veranstaltungen sind offen für alle Kita-Akteure.

Good Practice

Hier werden gelungene Beispiele aus der Kita-Praxis vorgestellt.

Damit soll zum einen der Einsatz von Kitas, Elternausschüssen oder Trägern gewürdigt werden, zum anderen können diese Beispiele auch als Anregung für andere dienen.
Jede Verantwortungsgemeinschaft findet eigene Lösungen, die zu ihrer Kita passen. Gerne nehmen wir dazu Meldungen aus den Kitas entgegen.

Kreisübergreifende Zusammenarbeit

Die Elternausschüsse sollen sich nach dem neuen KiTa-Gesetz „auf örtlicher Ebene zusammenschließen“. Damit sind die Kreis- oder auch Stadtelternausschüsse (KEAs/StEAs) gemeint. Vielerorts hat es schon vor dem neuen Gesetz Kreiselternausschüsse gegeben. Dafür hat es engagierte Eltern gebraucht, die die Gründung selbst in die Hand genommen haben. Es gibt nach wie vor weiße Flecken auf der Landkarte: Jugendamtsbezirke, die noch ohne einen Zusammenschluss der Elternvertretungen auskommen müssen. Diese werden aber immer weniger. Im vergangenen Kita-Jahr sind zahlreiche neue KEAs und StEAs entstanden, die nun sehr aktiv ihre Möglichkeiten der Mitwirkung erkunden und ausschöpfen.
Die Themen, die für einen KEA wichtig sind, sind oftmals in allen Jugendamtsbezirken die gleichen. Daher findet derzeit eine immer intensivere Zusammenarbeit der KEAs untereinander statt. Die „alten Hasen“ – wie der KEA RHK – geben ihre Erfahrungen weiter und bekommen viel neuen Input durch die „jungen Wilden“.
Aktuell beschäftigen sich die KEAs intensiv mit der Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes. Was passiert in den Kitas vor Ort? Was läuft gut? Wo sind die Herausforderungen hoch? Um hier einen genaueren Einblick zu bekommen, haben mehrere KEAs gemeinsam eine Umfrage erarbeitet.

Sie ist unter www.kea-rhk.de/umfrage abrufbar.

Alle Kita-Akteure können daran teilnehmen. Die Ergebnisse der Umfrage werden im Rahmen einer kreisübergreifenden Online-Veranstaltung am 9. September 2021 vorgestellt. Nutzen Sie die Chance Ihre Stimme einzubringen. Anmeldung unter: kea-rhk.de/veranstaltungen

Aufgabe des KEA ist die Vernetzung der Elternausschüsse untereinander und die Sicherstellung des Informationsflusses zwischen Eltern(vertretungen) an der Basis und auf Landesebene.

Aus der Zusammenarbeit der Kreiselternausschüsse ist auch eine Website für den KEA RHK hervorgegangen. Wir basteln noch weiter daran herum, weil wir noch viel mehr Ideen haben und uns immer weiter entwickeln wollen. Es sind aber schon jetzt viele Informationen auf der Website zu finden. Die KEAs Bad Dürkheim, Südliche Weinstraße und Rhein-Hunsrück arbeiten hier eng zusammen. Mit der Online-Präsenz bauen die KEAs ihre professionelle Arbeit weiter aus.

Die Website des KEH RHK finden Sie hier: www.kea-rhk.de

Eltern gehören zu den Mitgliedern der Verantwortungsgemeinschaft Kita, die am wenigsten Erfahrung im System mitbringen. Das ist nicht immer so, aber meistens, denn es liegt in der Natur der Sache. Zudem ist der Wechsel in der Elternschaft kontinuierlich gegeben. Das führt zu einer immer aktuellen Herausforderung für Fachpersonal, Träger und Eltern. Es sorgt aber auch dafür, dass immer „frischer Wind“ im System ist. Es gibt ganz automatisch neue Ideen, Altes wird kontinuierlich hinterfragt.
Dennoch ist eine gewisse Professionalisierung der Elternmitwirkung hilfreich. Eltern sollen nicht nur als Konsumenten an der Kita beteiligt sein. Sie sollen ihre Möglichkeiten das System mitzugestalten kennen und nutzen können.

Die Kreiselternausschüsse unterstützen diesen Prozess. Sie arbeiten dabei mit allen Kita-Akteuren zusammen.

Neues aus der KiTa-Landschaft
Bildungsfrühstück – Elternbeteiligung in der Kita

Es ist schon eine Weile her: Am 07.05.2021 veranstalteten

  • die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS),
  • das Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit | Rheinland-Pfalz (IBEB),
  • der Landeselternausschuss der Kitas Rheinland-Pfalz (LEA)
  • und das Ministerium für Bildung Rheinland-Pfalz
    gemeinsam ein Bildungsfrühstück zum Thema Elternbeteiligung am Beispiel der Konzeptionsgestaltung.

Wie kommen Eltern, Kita-Team und Träger gemeinsam zu einer guten Konzeption?

Gemeinsam mit Teilnehmern aus der Praxis – Jugendämter, Fachberatungen, Eltern, Kita-Leitungen, Träger, Verbände usw. – wurde besprochen, wie die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern einer gelebten Kita-Konzeption beitragen kann.

  • Wie können Kita-Teams und Träger die Eltern als Mitwirkende an der Kita-Konzeption beteiligen, damit Eltern sich selbst als Mitwirkende einbringen?
  • Welche gelungenen Formate zum Austausch zwischen Kita und Eltern gibt es schon?
  • Und wie kann die Kita-Konzeption so gestaltet werden, dass Eltern sie verstehen?
  • Wie erreichen alle gemeinsam, dass die Konzeption in einem permanenten Entwicklungsprozess gestaltet und gelebt wird?

Das Treffen war ein Auftakt, um im Land mit den relevanten Akteurinnen und Akteuren an dem Thema weiterzuarbeiten.

In Kleingruppen wurden zwei zentrale Fragestellungen bearbeitet:

  • Welche Gründe gibt es für Fachkräfte, die Eltern aus der Mitarbeit an der Kita-Konzeption heraushalten zu wollen?
  • Was könnte man konkret tun, damit alle Fachkräfte die Eltern aus Überzeugung an der Konzeption mitarbeiten lassen?

Zu den Gründen des Heraushaltens wurde u.a. genannt: Angst, nicht zu wissen, was passiert, wenn Eltern mitreden; Kompetenzgerangel; fehlende Überzeugung der Nützlichkeit; Angst vor Überlastung und Mehrarbeit sowie fehlendes Interesse von Seiten der Eltern.

Zu der Überzeugung zur Mitarbeit wurde u.a. genannt: Elternmitwirkung als Ressource erkennen; Erwartungen nicht klein halten, sondern aktiv damit arbeiten; das Miteinander üben; Kritikfähigkeit stärken und Fehlerkultur entwickeln.

Die komplette Auflistung der Ergebnisse kann beim KEA RHK angefragt werden.

Eltern sind ein gleichwertiger Teil der Verantwortungsgemeinschaft, die einen Grundsatz der Erziehung, Bildung und Betreuung in Tageseinrichtungen darstellt. Elternmitwirkung ist also keine zusätzliche Aufgabe, die – wenn zu viel ansteht – auch mal hinten runterfallen kann. Wenn sie von allen Seiten aktiv gelebt wird, stellt sie eine wichtige Ressource für die Kita dar, die den Alltag entlastet und die Qualität von Erziehung, Bildung und Betreuung erhöht.

Wie gestaltet sich die Elternmitwirkung an der Konzeption in Ihrer Kita? Wir freuen uns über Rückmeldungen zu dem Thema an kontakt@kea-rhk.de

Neues aus der KiTa-Landschaft
Podiumsdiskussion des LEA Rheinland-Pfalz

Der Landeselternausschuss hat für den 05.07.2021 eine digitale Versammlung organisiert, um über Chancen und Herausforderungen der neuen Elternmitwirkung zu sprechen.
Expert*innen aus verschiedenen Bereichen der KiTa-Landschaft haben sich in einer Podiumsdiskussion zum Thema ausgetauscht. Fragen und Anregungen aus dem Publikum wurden entgegengenommen und beantwortet.

Gemeinsam für eine gute Kita: Elternmitwirkung nach dem neuen KiTa-Gesetz

Unter diesem Titel wurden die aktuelle Situation der Elternmitwirkung beleuchtet und Perspektiven durch das neue Gesetz aufgezeigt. Welche Funktion hat Elternmitwirkung mit dem neuen KiTa-Gesetz? Wie kann sie funktionieren? Was braucht sie um zu funktionieren? Diese und andere Fragen diskutierten Kita-Akteure aus Praxis, Wissenschaft und Politik.

In ihrem Grußwort erläuterte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, dass die Elternmitwirkung mit dem neuen Gesetz auf neue Füße gestellt wurde. Elternvertretungen sind nun auf allen Ebenen – von der Basis bis zur Bundesebene – legitimiert. Dies sei wichtig für die KiTa-Landschaft, weil Elternmitwirkung fachlich von sehr hoher Bedeutung für die Kitas ist. Dort, wo sie bereits gelebt wird, sind z.B. viel weniger Konflikte zu verzeichnen, bzw. sie sind viel weniger intensiv.

Elternmitwirkung ist nichts was der Gesetzgeber gewährt. Sie ist ein Recht der Eltern.

Ziel ist es, für alle Kinder bestmögliche Chancen zu bieten, betonte Dr. Hubig. Die Familien, in denen die Kinder leben, sind dabei der entscheidende Faktor. Daher ist Elternmitwirkung in der Kita so wichtig. Es soll mehr als nur eine Auswahl von Eltern geben, die mitwirken. Das neue KiTa-Gesetz bietet hier einiges an unterstützenden Strukturen.

Der Bundeselternsprecher Dr. Asif Stöckel-Karim machte in seinem Grußwort deutlich, dass der LEA RLP eine Vorreiterrolle in Deutschland hat. Dabei wurden vor allem seine intensive Präsenz in den wichtigen Gremien, der Kontakt zur Politik und der Bekanntheitsgrad bei den Eltern genannt.

Die Elternmitwirkungsbroschüre des LEA ist weit über die Landesgrenzen bekannt und geschätzt.

Die Kita-Leitung und Trägerin des Landesverdienstordens Erni Schaaf-Peitz setzt sich schon lange Zeit für eine umfassende Elternmitwirkung ein. In ihrer Kita wird eine intensive Kooperation gelebt, auch was die pädagogische und konzeptionelle Arbeit angeht. Frau Schaaf-Peitz sprach darüber, wie die Entwicklung zur gelebten Elternmitwirkung aussehen kann:
Kinder wachsen heute in zwei verschiedenen „Systemen“ auf: dem System Familie und dem System Kita. Wenn Eltern ihre Kinder in die Kita geben, müssen sie – strukturell bedingt – den Erzieher*innen einen Vertrauensvorschuss entgegenbringen. Damit ist zwangsläufig ein Machtgefälle verbunden. Fachkräfte sollen sich dessen bewusst sein und sensibel damit umgehen. Sie sind für den Aufbau einer guten Beziehung zur ganzen Familie verantwortlich. Gute Beziehungen entwickeln sich langsam.

Respekt, Wertschätzung und Offenheit sind die Ergebnisse einer guten Beziehungsarbeit.

Der Beginn der Elternmitwirkung liegt in der individuellen Einbindung, so Schaaf-Peitz. Die Eltern werden eingeladen, ermutigt und inspiriert, sich und ihre persönlichen Ressourcen in die Kita einzubringen. Wichtige Themen, die die Fachkräfte für die Eltern transparent machen, sind u.a. die pädagogische Arbeit in der Kita, die Rahmenbedingungen und auch die tarifpolitische Arbeit.
Dabei haben die Fachkräfte immer im Blick: Wen haben wir als Eltern? Wen haben wir als Elternvertreter? Das eigene Handeln muss daran angepasst werden.

Sven Normann, Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie und Bildung in der Verbandsgemeinde Weißenthurm, betonte: Auf die Basis kommt es an. Eingewöhnung ist auch für Eltern bzw. die ganze Familie da. Wenn das gut läuft, ist i.d.R. auch die Motivation gegeben sich aktiv einzubringen.
Nicht alle Elternvertreter sind Akademiker und das soll auch nicht so sein. Der Mehrwert, den die Elternbeteiligung mit sich bringt, ist auch nicht primär in zusätzlichem Fachwissen zu suchen.

Wenn man die Eltern in die Planung einbezieht, spart das eine Menge Konflikte – also Zeit und Nerven.

Die Verbandsgemeinde Weißenturm hat einen Bildungsausschuss, der speziell zwei Plätze für Elternvertretungen vorsieht. Kommunikation spart immer Zeit, so Normann.

Auch Roberta Donath von der Qualitätsentwicklung für Kindertagesstätten in der EKHN (Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) betont die Beziehungsarbeit als Gelingensfaktor für eine gelebte Elternmitwirkung. Wer eine gute Beziehungsarbeit leisten will, muss präsent vor Ort sein, er muss Ansprechpartner sein. Wichtig sind Zuhören und miteinander Tun. Dabei ist es relevant, was beim Gegenüber ankommt, nicht nur was man selbst gemeint hat.

Alle an einen Tisch holen ist wichtig!

Daher gibt es in ihrer Organisation schon länger einen Kita-Ausschuss. Mit dem neuen KiTa-Gesetz wird es ein solches Instrument nun für alle Kitas geben: den Kita-Beirat.

Zudem nennt Donath die Qualität der Zusammenarbeit mit den Jugendämtern als wichtigen Faktor. Auch Eltern sollen Ansprechpartner bei den Jugendämtern haben, die Beschwerden ernsthaft und transparent nachgehen.

Eine hilfreiche Grundeinstellung für alle Partner ist: „Jeder tut sein Bestes, um gemeinsam etwas Gutes zu bewirken.“

Prof. Dr. Armin Schneider, Direktor des Instituts für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit RLP (IBEB), geht auf die Verantwortungsgemeinschaft in der Kita ein: „Wir sind aufeinander angewiesen!“.

Elternmitwirkung ist nicht „nice to have“, sondern essentiell für Kinderbildung.

Explorative Bildung – also die Art, wie Kinder lernen – gelingt in einem geschützten Raum. Dieser wird durch gelebte Elternmitwirkung geschaffen. Professionell gelebte Elternmitwirkung bedeutet weniger Stress in der Kita. Werden die Eltern einbezogen, entsteht bei ihnen Vertrauen. Vertrauen reduziert Komplexität. Ein wichtiger Aspekt ist auch die Entwicklung einer konstruktiven Fehlerkultur. Wir sind auf einem guten Weg und arbeiten auf allen Ebenen des Systems weiter. Zum Zeitpunkt der Einbeziehung der Eltern bemerkte Dr. Schneider:

Beteiligung findet am Anfang statt, nicht am Ende!

Xenia Roth vom Bildungsministerium RLP äußerte sich zum Thema: Umgang mit „schwierigen“ Eltern(vertretungen):
Als Fachkraft muss ich mit allen (Arten von) Eltern zusammenarbeiten! [Anmerkung der Redaktion: Frau Roth sprach hier auch für sich selbst. Auch sie ist eine Fachkraft und muss z.B. mit dem LEA zusammenarbeiten 😉.] Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen. Eltern sind für ihre Kinder aber essentiell wichtig.

Die Verantwortung für die professionelle Gestaltung der Zusammenarbeit liegt bei den Fachkräften. Das ist ein hoher Anspruch! Um des Kindes willen ist er aber notwendig.
Habe ich als Fachkraft Schwierigkeiten im Umgang mit Eltern, muss ich mir die Frage stellen: Warum fällt mir das so schwer? Denn, wenn ich glaube „schwierige“ Eltern zu haben, ist es eigentlich so, dass ich selbst ein Thema habe, das mich triggert und an dem ICH arbeiten muss.

Als Fachkraft hole ich mir dabei Unterstützung und ich nehme die Herausforderung an. Das heißt, mit den „schwierigen“ Eltern arbeite ich erst recht. Das gilt auch für die institutionalisierte Elternmitwirkung:

Elternausschüsse sollen auch die „schwierigen“ Eltern aufnehmen.

Wenn ich als Fachkraft mal an diesem Anspruch scheitere – und das kann passieren – muss ich der Familie eine Chance in der Zukunft geben. Ich gebe die Altlasten also nicht weiter an andere Erzieher oder die Schule!

Auch das Thema Dauerkonflikte wurde besprochen: Besteht ein Dauerkonflikt, fehlt es an einer Kultur der Anerkennung unterschiedlicher Interessen und der Tatsache, dass diese auf den Tisch kommen müssen.

Andreas Winheller vom LEA fragte die Gäste, was es braucht, um das hohe Ideal der gelebten Bildungs- und Erziehungspartnerschaft in der Praxis umsetzen zu können. Die Antworten werden im Folgenden stichpunktartig und gebündelt wiedergegeben:

Fachkräftequalifizierung, Bereitstellung und Annahme von Beratung (durch Kollegen, Fachberatung, …), Fort- und Weiterbildungen, ein angemessener gesetzlicher Rahmen, es braucht eine Übersetzungsleistung für das KiTa-Gesetz für alle Ebenen.

Begegnung muss passieren, die Haltung ist ausschlaggebend, Konflikte als Chance sehen, eine professionelle Arbeitsatmosphäre, Fehlerkultur, die Kita soll Gespräche/Diskussionen an die Elternausschüsse heranbringen, es müssen möglichst viele Informationen weitergegeben werden.

Eine kompetente Leitung, die steuert und auch Raum gibt. Sie muss die Mitarbeiter*innen im Blick haben, ggf. bestimmte Fortbildungen vorgeben.

Trägerqualität, Träger müssen ihre Verantwortung wahrnehmen, sie sollen ihre Leitungen unterstützen.

Ausgewählte Schlussworte

Dr. Armin Schneider: Kindheit lässt sich nicht wiederholen! Was ich jetzt versäume, wird später teuer!

Erni Schaaf-Peitz: Es gibt nur eines was teurer ist als Bildung = keine Bildung! (nach John F. Kennedy)

Neues aus der KiTa-Landschaft
Netzwerktreffen „Kultur macht stark“

Am 06.07.2021 haben Mitglieder des KEA RHK am zweiten rheinland-pfälzischen Netzwerk- und Austauschtreffen rund um das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ teilgenommen. Die Veranstaltung richtete sich an alle, die schon einmal mit dem Bundesprogramm in Kontakt waren oder eine Antragsstellung planen.

Ein Kernthema der Veranstaltung war:“Wer mit wem? Und vor allem: Warum und wie? Eine Betrachtung der Zielgruppenansprache“.

Dieses Thema ist auch für die Akteure in Kindertagesstätten relevant: Zum einen soll durch die Bildung in Kitas die Chancengleichheit für alle Kinder hergestellt werden. Es ist aber durchaus nicht selbstverständlich, dass auch alle Kinder ohne Weiteres erreicht werden. Zum anderen arbeitet ein essentieller Teil der Verantwortungsgemeinschaft Kita ehrenamtlich. Das trifft in erster Linie auf die Elternvertretungen zu, aber auch auf viele Träger. Zielgruppen, die erreicht werden sollen, haben wir in der KiTa-Landschaft also sowohl auf Ebene der „Konsumenten“ als auch auf Ebene der „Produzenten“.

Hier stellt sich dieselbe Frage, die auch von den Teilnehmer*innen des Netzwerktreffens formuliert wurde: Wie bringen wir unsere Ideen/Projekte an die Zielgruppe? Oder einfacher ausgedrückt:

Wie bewege ich die Menschen dazu mitzumachen?

Zunächst ist es wichtig einen intensiven Blick auf sich selbst zu richten! Es ist nämlich durchaus entscheidend für den Erfolg eines Projektes, oder auch eines ganzen Systems, in welchem Verhältnis ich selbst zu meiner Zielgruppe stehe.

  • Welche Gemeinsamkeiten habe ich mit meiner Zielgruppe?
  • Wo liegen die Unterschiede?
  • Warum will ich genau diese Zielgruppe ansprechen?
  • Was möchte ich bei der Zielgruppe erreichen?
  • Arbeite ich mit der Zielgruppe oder arbeite ich „nur“ für sie?
  • „Arbeite“ ich überhaupt mit der Zielgruppe? Oder biete ich fertige Projekte/Strukturen an?
  • Wie viel Einblick habe ich in meine Zielgruppe?
  • Was weiß meine Zielgruppe von mir?

Mit all diesen Fragen kläre ich auch, ob ich mir meiner eigenen Positionierung bewusst bin.

Mit dem neuen KiTa-Gesetz ist die Verantwortungsgemeinschaft Kita noch einmal klar definiert worden: Eltern, pädagogische Fachkräfte, Leitungen und Träger der Tageseinrichtung, der örtliche und der überörtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe wirken zum Wohle der Kinder zusammen (vgl. KiTaG §1(1)). Die Zusammenarbeit, insbesondere in der institutionalisierten Form, ist noch einmal intensiviert worden.

In vielen Kitas im RHK wird die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft der Verantwortungsgemeinschaft bereits intensiv gelebt.

Darauf kann für die künftigen Aufgaben aufgebaut werden. Wie in jeder anderen Partnerschaft ist es sinnvoll, sich immer wieder mit der eigenen Positionierung gegenüber den Partnern zu befassen. Auf dieser Basis können – in einer gut funktionierenden Partnerschaft – gemeinsame neue Bildungsprojekte gestartet werden.

„Kultur macht stark“ ist das größte Programm für kulturelle Bildung in Deutschland.
Nähere Informationen gibt es in dem Artikel „Kulturelle Bildung“ in diesem Newsletter und unter Skubi.com – Servicestelle kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz.

Strukturen der KiTa-Landschaft
Kitas mit Plus: Kita-Sozialarbeit

Mit dem neuen KiTa-Gesetz sind die Möglichkeiten der Kita-Sozialarbeit weiter ausgebaut worden. Dies unterstützt die Tendenz hin zu mehr Sozialraumorientierung der Kitas, welche bereits seit Jahren zu verzeichnen ist. Doch wie sehen diese theoretischen Überlegungen in der Praxis aus? Was können wir uns unter dem Begriff Kita-Sozialarbeit vorstellen?

Neues Online-Selbstlernangebot der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung

In Kooperation mit dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium hat die Stiftung Erfahrungen der Kita-Sozialarbeit in Rheinland-Pfalz gesammelt und gebündelt. Daraus wurde ein Online-Kurs entwickelt, der für alle Kita-Akteure nutzbar ist und einen einfachen aber umfassenden Zugang zum Thema bietet.

In Kurzvideos von wenigen Minuten Dauer kommen erfahrene Kita-Akteure zu Wort, die Einblick in ihre Arbeit geben und Hintergründe erläutern. Der Kurs eignet sich also auch, um einigen Kita-Akteuren aus Rheinland-Pfalz zu „begegnen“, die sich maßgeblich an der Gestaltung der KiTa-Landschaft beteiligen.

Oftmals sind diese Akteure an der Basis weitgehend unbekannt, was zu einer Lücke im Informationsfluss und damit zu mangelnder Transparenz führt.

Der Kurs enthält eine Menge Best Practice Beispiele. Er gibt Einblick in das WIE und WARUM der Kita-Sozialarbeit. Hier wird anschaulich erklärt, worum es bei der Sozialraumorientierung eigentlich geht und was jeder einzelne Kita-Akteur damit zu tun hat. Über ein Forum besteht die Möglichkeit eigene Erfahrungen und auch Fragen einzubringen.

Hier kann man eine Menge über das Funktionieren und die Ideen hinter dem System KiTa lernen, selbst wenn man nicht ausschließlich an Kita-Sozialarbeit interessiert ist.

Der Selbstlernkurs richtet sich „an alle Akteurinnen und Akteure im KiTa-Bereich, die niedrigschwellige Angebote an und mit der Kita stärken und mehr Chancengleichheit im Sinne der Kinder erreichen möchten.“

Damit sind auch Eltern und Elternvertretungen gemeint.

Für die Teilnahme an dem Kurs sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das Tempo bestimmen die Teilnehmer selbst. Es entstehen keine Kosten.

Trailer: Kitas mit Plus: Kita Sozialarbeit – Trailer – YouTube
Hier geht es zur Einschreibung: Kitas mit Plus: Kita Sozialarbeit (oncampus.de)

In dem Kurs kommen Menschen aus den folgenden Gebieten zu Wort: Kita Sozialarbeit, Eltern, Bildungsministerium, Kita-Leitungsteams, Jugendamt, Träger, Gemeinwesenarbeit, Gewerkschaften, Wissenschaft und Forschung.
Die Vielfalt der interviewten Menschen zeigt wie komplex die Kita-Landschaft ist. Eltern sind Teil dieses komplexen Systems.

Um kompetent darin agieren zu können, ist es hilfreich, wenn sie sich mit den Zusammenhängen und Hintergründen beschäftigen.

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung – ein wichtiger Netzwerkpartner

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich dafür ein, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Dafür stößt sie Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder lokalen Jugendpolitik. Nähere Informationen gibt es unter: www.dkjs.de

Fachartikel unserer Netzwerkpartner
Kulturelle Bildung

Die KiTa-Landschaft ist kein statisches Konstrukt, sie entwickelt sich stetig weiter. Die einzelnen KiTa-Akteure wirken daran aktiv mit. An der Basis in jeder Kita, aber auch in kreis- und landesweiten Netzwerken. Da ist es gut, wenn man die Netzwerkpartner und die Möglichkeiten mitzuwirken kennt.
In der KEA News stellen wir immer wieder Netzwerkpartner und deren Projekte und Angebote vor.

Kulturelle Bildung für Rheinland-Pfalz – Ein Beitrag der Servicestelle Kulturelle Bildung

Die Servicestelle Kulturelle Bildung RLP ist eine Anlaufstelle für Künstler*innen und Akteur*innen der Kulturellen Bildung, sowie für interessierte Bildungseinrichtungen. Sie wurde in Trägerschaft des Tuchfabrik Trier e.V. und der LAG Soziokultur und Kulturpädagogik e.V. zu Beginn 2017 in Trier gegründet.

TUFA
LAG
Service

Ziel der Servicestelle ist es, generell die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Kunst-/Kulturszene und Bildungsbereich in Rheinland-Pfalz zu mobilisieren, zu fördern und auszubauen.

Wir sind landesweit Ansprechpartnerin für alle Fragen, die sich rund um das Thema Kulturelle Bildung ergeben.
Unser Service umfasst Information, Beratung, Vernetzung, Vermittlung und Begleitung aller Akteur*innen, Künstler*innen, Kulturinstitutionen, öffentlichen Bildungseinrichtungen und generell Interessierten an Kunst, Kultur und Kultureller Bildung.
Wir beraten Sie in der Konzeption ihrer Projekte, helfen geeignete Finanzierungskonzepte zu finden und informieren Sie über die aktuellen Entwicklungen der Kulturellen Bildung im Landes- und Bundeskontext.
Einmal im Quartal erscheint unser Servicestellen-Newsletter mit den aktuellsten Nachrichten zu Themen der Kulturellen Bildung.

Den Newsletter können Sie mit einer E-Mail-Anfrage an service@skubi.com ganz einfach bei uns abonnieren.

Unter dem Dach Servicestelle Kulturelle Bildung Rheinland-Pfalz vereinigen wir die Projekte „Beratungsstelle „Kultur macht stark“, „KUNSTFÄHRE – Kulturagentur TUFA“ und „KUNSTJOLLE – Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung“.

Kultur
Fähre
jolle

Diese Projekte möchten wir Ihnen im Rahmen einer Serie in den KEA News vorstellen.

Die KUNSTJOLLE – Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung

Qualitativ hochwertige Kulturelle Bildung in den Kita-Alltag zu implementieren, schafft kreative Freiräume, in denen Kinder schon früh ein Interesse an künstlerischem Tun entwickeln und kreatives Potential entfalten. Erfahrungen zeigen, dass Kinder, die erst im Grundschulalter mit genuin künstlerischen Angeboten in Berührung kommen, oftmals mit freien kreativen Tätigkeiten nicht mehr erreichbar sind.

Frühkindliche Kulturelle Bildung mit dem Schwerpunkt „Künstlerisches Tun“ kann den Grundstein für ein bleibendes Interesse legen und den weiteren Bildungsweg der Kinder nachhaltig prägen.

Die KUNSTJOLLE ist eine Plattform für Frühkindliche Kulturelle Bildung und ist an die KUNSTFÄHRE und deren Struktur und Netzwerk angegliedert. Sie begleitet und berät Kindertagesstätten, entwickelt kulturelle Bildungsangebote, übernimmt Projektplanungen, führt Fachtage und Fortbildungen durch und regt zur Netzwerkbildung an. Das Kunstjolle-Netzwerk umfasst derzeit 25 Kooperationseinrichtungen. Darunter sind Kitas und Kita-Träger*innen, Familienbildungsstätten, Familienzentren, Begegnungsstätten, Jugendämter, Kunstgalerien, Kunstvereine etc. Derzeit setzen 15 professionell arbeitende Künstler*innen analog und hybrid angelegte Projekte für Kindergartenkinder durch.
Die Entwicklung der KUNSTJOLLE ist sowohl in Rheinland-Pfalz als auch bundesweit eingebunden in einen Entwicklungsprozess zur Stärkung der Frühkindlichen Kulturellen Bildung. Dieser orientiert sich an bedeutsamen gesellschaftlichen Herausforderungen im Hinblick auf Partizipation, kulturelle Vielfalt und Teilhabe.
Die KUNSTJOLLE ist aktives Mitglied im bundesweiten Netzwerk „Frühkindliche Kulturelle Bildung“ der Deutschen Kinder und Jugendstiftung sowie gefragte Expertin bei regionalen und bundesweiten Konferenzen, Tagungen und Webmeetings.

Praxiseinblick: Ein Kita-Projekt der KUNSTJOLLE

Seit 2020 führt die KUNSTJOLLE kulturelle Bildungsprojekte an und mit Kitas im Raum Trier-Saarburg durch, die durch das Bundesprogramm „Kultur macht stark“ gefördert werden und die sich insbesondere an Kinder wenden, die in einer finanziellen, sozialen oder bildungsbezogenen Risikolage aufwachsen. Die Bandbreite der Angebote reicht von der Entwicklung eines Bilderbuchkinos über digitale Percussionprojekte bis hin zu künstlerischen Auseinandersetzungen mit der Thematik der Kinderrechte.
Für den aktuellen Newsletter stellen wir Ihnen beispielhaft ein Projekt vor, das im Spätsommer/Herbst 2020 in Zusammenarbeit mit einer Kita und einem Kunstverein in Trier durchgeführt wurde und das derzeit aufgrund des großen Erfolges in eine zweite Runde geht. Das Projekt trägt den Titel „Sammelsachenkramkunst“ und wendet sich an Kita-Kinder im Alter von 5-6 Jahren, also vorrangig an Vorschulkinder. Thema des Projektes ist, wie der Titel bereits nahelegt, das Sammeln, eine genuine kindliche Kompetenz und Leidenschaft.
Wer Kinder hat, der weiß, dass man ihnen das Sammeln nicht erklären muss. Die vielen Steine, Muscheln, Knöpfe und sonstigen Kleinstgegenstände, die man als Eltern regelmäßig aus der Waschmaschine zieht, beweisen: Kindertaschen sind immer randvoll mit Fundstücken. Und Fundstücke finden sich überall! Alles kann interessant sein und weiterverarbeitet werden!

Das Projekt „Sammelsachenkramkunst“ greift dieses kindliche Interesse am Sammeln auf und macht sich auf die Suche nach den verborgenen Möglichkeiten in den Dingen.

Gemeinsam mit einer Künstlerin haben acht Kinder in zehn dreistündigen Workshopterminen gesucht und gesammelt, geknotet, gemalt, geklebt, sortiert, geformt und gestaltet. Sie haben Geschichten rund ums Sammeln gelesen und gemeinsam einen Ausflug in eine Kunstgalerie gemacht, um sich dort die Ausstellung einer zeitgenössischen Künstlerin anzuschauen. Die Mitglieder des Kunstvereins, der die Galerie führt, haben die Kinder auf ihrem Besuch begleitet und gemeinsam mit ihnen die Ausstellung (neu) entdeckt.

Besuch der Galerie Junge Kunst in Trier – Foto: Katharina Worring
Besuch der Galerie Junge Kunst in Trier – Foto: Katharina Worring

Den Abschluss des Projektes bildete die Ausstellung der Workshopergebnisse in professionellen Ausstellungsräumlichkeiten einer Kunstakademie. Hier konnten die Kinder ihren Familien zeigen, welche kreativen und individuellen Werke in den 30 Projektstunden entstanden waren.

Abschlussausstellung der Kinder in der Europäischen Kunstakademie – Foto: Katharina Worring

Alle Kooperationspartner des Projektes – KUNSTJOLLE, Kunstverein, Kita und Kunstakademie – waren und sind so begeistert von Projektverlauf und Ergebnis, dass eine erneute Zusammenarbeit ausdrücklich gewünscht wurde.

Das Projekt „Sammelsachenkramkunst 2021“ wird im September diesen Jahres starten und ist wiederum vom Bundesprogramm „Kultur macht stark“ finanziert.

In den Pandemiejahren 2020/2021 zeigte sich, dass die Vermittlungsstruktur KUNSTJOLLE für die Kindertagesstätten in Trier und Umgebung eine wichtige Partnerin in Bezug auf Kulturelle Bildung ist. Um Kita-Kindern trotz der erschwerten Umstände den Zugang zu künstlerischen Ausdrucksformen zu gewährleisten, hat die KUNSTJOLLE mit kooperierenden Künstler*innen hybride Formate der Kulturellen Bildung entwickelt, die über Bundesmittel aus dem Programm „Kultur macht stark – Bündnisse für Bildung“ finanziert und an unterschiedlichen Kitas durchgeführt wurde.

Ein gelungenes Beispiel für ein hybrides Percussionsprojekt für Kita-Kinder stellen wir Ihnen im nächsten Newsletter vor.

Bis dahin wünschen wir eine schöne Sommer- und Ferienzeit. Ihr Team der Servicestelle Kulturelle Bildung RLP

APPENDIX

Die Servicestelle Kulturelle Bildung mit ihren unterschiedlichen Projektschwerpunkten wird gemeinsam getragen von der LAG Soziokultur&Kulturpädagogik RLP und dem Tuchfabrik Trier e.V.

Sie wird hauptsächlich finanziert von:
Stiftung Mercator Essen
Ministerium für Familien, Frauen, Kultur und Integration RLP
Nikolaus-Koch-Stiftung Trier
Stadt Trier
Herbert und Veronika Reh Stiftung Trier
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Auf der Homepage www.skubi.com finden sie weiterführende Informationen über die Servicestelle ihre Mitarbeiter*innen und ihre Abteilungen.

Telefonisch erreichen Sie uns im Servicestellen Büro unter:
0651-718-3415 / 0651-718-3416
Die Beratungsstelle „Kultur macht stark“ RLP erreichen Sie unter:
0651-718-2414
Wir freuen uns darauf, dass Sie uns kontaktieren.

Gemischtwaren
Online-Fachtag „Bildungsort Esstisch“ im November – Save the Date

Am 24.06.2021 besuchten Mitglieder des KEA den Fachtag „Bildungsort Esstisch“ der Verbraucherzentrale Hessen. Wir haben in der Juni-Ausgabe der KEA News davon berichtet. Das Thema Ernährung ist ein Dauerbrenner für jede Kita, der besonders durch das neue KiTa-Gesetz noch mal weiter in den Fokus gerückt ist. Am 18.11.2021 wird ein weiterer Online-Tag „Bildungsort Esstisch“ mit den gleichen Inhalten stattfinden. Gerne kann man sich hierfür bereits auf eine Warteliste setzen lassen. Nähere Informationen und Kontaktdaten gibt es hier: „Bildungsort Esstisch“ – Fachtag für Fachkräfte und Interessierte | Verbraucherzentrale Hessen (verbraucherzentrale-hessen.de)

Podiumsdiskussion der BEVKi zur Bundestagswahl 2021

Die BEVKi ist die Bundeselternvertretung der Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege – also der „KEA auf Bundesebene“ 😉.
Am 27.7.2021 hat sie eine Podiumsdiskussion mit Politiker*innen der Bundestagsfraktionen veranstaltet. Teilgenommen haben die Parteien CDU/CSU, SPD, Die Linke, FDP und Bündnis 90/Die Grünen.

Das Thema war: Wie wollen die Parteien Aspekte folgender Themenbereiche in der nächsten Legislaturperiode umsetzen und welche Prioritäten werden sie setzen?
Bundesqualitätsgesetz, Fachkräftemangel und Finanzierung von frühkindlichen Bildungseinrichtungen.
Kita-Akteure konnten sich per Live-Chat einbringen und Diskutieren.

Das Video zur Diskussion kann hier eingesehen werden:
Podiumsdiskussion BEVKi Bundestagswahl – YouTube

Wahlprüfsteine der BEVKi

Die BEVKi setzt sich für Kinder in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege in ganz Deutschland ein. Zur Bundestagswahl hat sie Forderungen formuliert:

  • Qualitative Forderungen zu Gruppengröße, Fachkräftemangel, Mindestraumgröße pro Kind, Gesunde Ernährung, Inklusion.
  • Strukturelle Forderungen zu Beitragsfreiheit, Kinderrechten im Grundgesetz, Gesetzliche Verankerung der Elternmitwirkung auf Bundesebene, Anerkennung des Ehrenamts von Elternvertetungen

Die qualitativen und strukturellen Forderungen sind als gleichrangige Forderungen und nicht als Widerspruch zu verstehen.

Die Forderungen der BEVKi können hier nachgelesen werden: Wahlprüfsteine der BEVKi

KEA NEWS JUNI 2021

Newsletter

Hier können Sie sich den NEWSLETTER auch als PDF downloaden.

Die KEA-News ist ein Newsletter des KEA RHK.
Hier wird regelmäßig über unsere Arbeit und über Themen rund um Kita berichtet. Termine, Inhalte verschiedener Sitzungen, Kontakt- und Mitwirkungsmöglichkeiten werden aufgezeigt.
Der Newsletter dient der Information und Vernetzung aller Kita-Akteure. Er ist also an alle Eltern, Träger, Kita-Mitarbeiter und sonstige Interessierte gerichtet.

Inhalte dieser Ausgabe

  • Good Practice: Elternbeirat Garten für Kinder – Katzenelnbogen
  • Umsetzung des neuen KiTa-Gesetzes
    • Übergangsregelungen für „Splitting-Plätze“
    • Handreichung zum Kita-Beirat
    • Sozialraumkonzept im RHK
    • Bedarfsplanungsgespräche
  • Neues aus der KiTa-Landschaft
    • Sitzung des Jugendhilfeausschusses
    • Fachtag BILDUNGSORT ESSTISCH!
  • Fachartikel unserer Netzwerkpartner: Ist mein Kind schulreif?
  • Kita-Betrieb in der Pandemie
    • Rückkehr zum umfassenden Betreuungsumfang
    • Schule und KiTa in der Pandemie – Entwicklungs- und Gesundheitsrisiken für Kinder und Jugendliche
    • Elternausschusssitzungen in Präsenz möglich
„KEA NEWS JUNI 2021“ weiterlesen

ONLINE-SCHULUNG FÜR ELTERNAUSSCHÜSSE

Presse

Das neue KiTa-Gesetz ist am 01.07.2021 vollständig in Kraft getreten. Die Rolle der Elternmitwirkung hat mit diesem Gesetz noch einmal an Bedeutung gewonnen. Der KEA RHK begleitet Elternausschüsse (EA) dabei mehr über ihre neuen Aufgaben zu erfahren. Zu diesem Zweck bietet der KEA Schulungen an. Sie dienen dem Kennenlernen und der Unterstützung der einzelnen EA. Die Schulungen werden derzeit per Videokonferenz durchgeführt. Inhalte können z.B. „Grundlagen der Elternmitwirkung“ und „Gestaltung der EA-Arbeit“ sein. Die Themen werden von den EA bestimmt.

Jeder EA ist herzlich eingeladen die kostenlosen Schulungen des KEA in Anspruch zu nehmen. Grundsätzlich können die Angebote auch von Kita-Personal oder Trägern angefragt werden, welche gerne auch teilnehmen können. Mit diesem Format wurden bereits gute Erfahrungen gemacht.

Der KEA freut sich über Anmeldungen und sonstige Rückfragen unter: kontakt@kea-rhk.de.

VERANSTALTUNG IN KITAS WERDEN DURCH DAS LANDESJUGENDAMT WIEDER ERLAUBT

Heute hat das Landesjugendamt in einem Rundschreiben darüber informiert, dass ab sofort im Rahmen des Regelbetriebes Veranstaltungen in den Kitas wieder stattfinden dürfen.

Damit sind interne Veranstaltungen, wie z.B. Übernachtungen in der Kita und auch Veranstaltungen mit Eltern/Sorgeberechtigten wieder erlaubt.

Alle Details finden Sie im Rundschreiben des Landesjugendamts Nr. 56/2021.

Wir freuen uns, dass es doch noch die Möglichkeit gibt, dass Kita-Kindern und insbesondere Schulanfänger zusammen mit ihren Eltern den Abschluss eines für alle schwierigen Kita-Jahres feiern dürfen.

Nach über einem Jahr voller Einschränkungen für unsere Kinder, würde der KEA DÜW es begrüßen, wenn diese Lockerungen bestmöglich vor Ort genutzt werden.